Steuerkalkulation

Posted by skanthak on February 25, 2008

Dieses Wochenende habe ich meine US Steuererklärung für 2007 fertiggestellt. In Deutschland hat ja ein gewisser Herr März öfters davon geredet, dass die Steuererklärung auf einen Bierdeckel passen müsse.

Dieses Ziel wird auch in den Vereinigten Staaten nicht erreicht, aber zwei Seiten kommt dem ja immerhin einigermaßen Nahe. Und was mich am meisten beeindruckt hat: Man rechnet hier während der Steuererklärung selbst aus, wie viele Steuern man zu bezahlen hat.

Das ganze funktioniert ungefährt so wie ein Excel Spreadsheet auf Papier:

Man trägt sein Einkommen, bereits vom Einkommen einbehaltene Steuern und Freibeträge in die dafür vorgesehen Zeilen ein (Zeilen 38, 40 und 64). Und dann folgt man einigen Instruktionen a la “Subtrahieren Sie Zeile 40 von 38″, oder “Falls Zeile 38 mehr als X ist, tun Sie dies, ansonsten das”). Danach musste ich meine Steuer nach der Formel “Zeile 43 * 0.28 – 5889.25″ berechnen.


In Zeile 73 stellte sich dann heraus, dass ich etwas mehr als 500 Dollar zu viel an Steuern bezahlt habe, die ich dann in den nächsten Monaten (sofern ich alles richtig gemacht) habe, auf mein Konto überwiesen bekomme. Eine ähnliche Steuererklärung habe ich dann noch für den Staat Kalifornia gemacht, wo ich anscheinend sogar 1000 Dollar zurückbekomme.

Mir gefällt an dem gesamten System die Transparenz sehr gut. Mit ein wenig Arbeit kann der durchschnittliche Bürger selbst ausrechnen, wie viele Steuern er bezahlen muss, und versteht, wie dieser Betrag zustande kam. Wer kann das von seiner deutschen Steuererklärung behaupten?

Kindergeburtstag

Posted by skanthak on February 19, 2008

Einmal im Jahr gibt’s ja bekanntlich den Betriebsausflug. Letztes Jahr sind wir zu diesem Zwecke in Lake Tahoe Ski gefahren. Leider war das dieses Jahr nicht mehr möglich, weil es einfach kein Ski-Resort mehr gibt, in das alle West-Küsten-Googler hineinpassen. Wir haben einfach zu viele Leute eingestellt.

Es musste also eine Alternative her, und so sind vor zwei Wochen alle Googler nach Anaheim, Los Angeles aufgebrochen. Dort haben wir dann einen Tag und eine Nacht Disneyland unsicher gemacht. An einem Dienstag im Februar waren zum Glück nicht allzuviele Besucher dort, so dass sich die Schlangen in Grenzen hielten.

Die richtige Party ging aber erst abends los. Denn ab 19 Uhr hatten wir den gesamten Park, inklusive der Fahrten, exklusiv für Google. So ganz ohne Warten macht es natürlich gleich doppelt so viel Spaß. Und zu einer richtigen Party gehört natürlich auch eine (Open) Bar.

Am nächsten Morgen sah man dann auf dem Rückflug nach San Fracisco eine Menge verkaterter Gesichter von Mitarbeitern…

Einer meiner Mitarbeiter (Brad) hatte übrigens ganz besonderes Glück: Es war sein (28.) Geburtstag. Wer wünscht sich nicht, den Geburtstag mit vielen kleinen Gästen auf einem Kinderkarousell in Disneyland zu verbringen?