So habe ich gewählt

Posted by skanthak on November 04, 2008

An den Präsidentschaftswahlen am Dienstag dürfen nur amerikanische Staatsbürger teilnehmen — ich habe also keine Stimme. Um trotzdem etwas Einfluss auszüben, haben Vida (die natürlich wählen kann) und ich am Samstag der “Obama-Campaign” als “Volunteers” geholfen.

Um 13 Uhr fanden wir uns im Obama Hauptquartier von San Jose ein, das vor lauter Freiwilligen aus allen Nähten platzte. Zwei Stunden lang gingen wir eine Liste mit Namen und Telefonnummern von Wählern durch, die sich in der Vergangenheit als Demokraten (also Obama-Wähler) zu erkennen gegeben haben. Ziel war es, sie per Telefonanruf daran zu erinnern, am Dienstag auch wirklich wählen zu gehen, und Ihnen falls nötig die Adresse ihres Wahllokals mitzuteilen.

Vida und ich haben jeweils 60 Anrufe getätigt. Was denkt Ihr, wie viele davon persönlich das Gespräch entgegengenommen haben? Für mich waren es leider nur zwei — und beide hatten schon per Briefwahl ihre Stimme für Obama abgegeben! Bei Vida sah es ähnlich aus. Zusätzlich habe ich noch ca. 40 Nachrichten mit Erinnerung und Wahllokal auf Anrufbeantworten hinterlassen.

Ich sehe es so: Wenn nur ein einziger aufgrund dieser Nachricht wählen geht, dann ist das schon so, als ob ich selber Wählen gegangen wäre. Sogar ein bisschen besser, denn wir haben nur Wähler in Colorado — einer der heiß-umkämpften “Swing-States” — angerufen. Kalifornien wählt eh mehrheitlich Obama, da muss ich gar nicht selber meine Stimme abgeben.

Mal sehen, ob es sich gelohnt hat…

Update: Yay! Es hat sich gelohnt. Obama gewinnt in Colardo — und ist der nächste Präsident der Vereinigten Staaten!